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Gregorian in St. Johannis: Pop-Gregorianik mit Fackeln und Laserblitzen PDF  | Print |  E-mail
Written by Administrator   
Monday, 08 December 2008 00:00
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Die deutsch-britische Formation Gregorian hat seit mehr als zehn Jahren mit ihrer Musik eine Nische und eine treue Fangemeinde gefunden. Auf ihrer 21-tägigen „Christmas Chants“-Tour durch Deutschland und Tschechien füllten die Gregorianik-Popper mühelos große Konzertsäle und Gotteshäuser, so auch die Würzburger Johanniskirche, die beinahe ausverkauft war.

 

Es hat etwas für sich, wenn sich die acht Chorsänger in ihren bis zum Boden reichenden Mönchskutten aus mittelalterlicher Zeit langsam im Altarraum bewegen, zu kontrastreichen Licht- und Schattenspielen, begleitet von Gitarre, energischem Schlagwerk und Keyboard. Doch sie ist gewöhnungsbedürftig, diese Nähe zum Kitsch, auch der deutliche Nachhall in der Kirche, der den Klang der Stimmen klarer werden lässt.

Wenn die Sänger dann mit brennenden Fackeln in der Hand ein „Kyrie eleison“ anstimmen oder auf großen metallenen Trommeln mit ausladender Gestik zu Laserblitzen den Takt schlagen, da spürt man sie, die gregorianischen Wurzeln, und Gregorian schaffen eine Atmosphäre, wie sie beispielsweise die Verfilmung des Buchbestsellers „Im Namen der Rose“ schuf.

Das Programm, das nicht nur Weihnachtslieder wie „Ave Maria“ oder „Stille Nacht“ enthielt, sondern auch beachtliche Schnulzen („Tränen lügen nicht“ auf Englisch), entwickelte sich in 110 Minuten ohne Pause mehr und mehr zu einem Gang durch die schönsten Balladen der Pop-Geschichte: „Scarborough Fair“ von Simon & Garfunkel, „With or without you“ von U2, „Heroes“ von David Bowie oder „Fix you“ von Coldplay. Viel Beifall und vier Zugaben mit Songs von Barclay James Harvest oder Cat Stevens – und ganz zum Schluss das melancholische „So this is Christmas“ von John Lennon.

Keine Zugabe war der Auftritt der Musical-Sängerin Carolin Fortenbacher (1000 „Mamma Mia“-Vorstellungen in Hamburg), die mit ihrem Lied „Hinterm Ozean“ in der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2008 hinter den „No Angels“ den zweiten Platz belegte. Sie hatte mit der Kirchen-Akustik die meiste Mühe.

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